Ausgangspunkt
"Am Anfang war das Licht" - und wo Licht ist, ist auch Schatten.
Aber: was ist Licht - und was ist Schatten?
Was genau wissen wir wirklich, wo kennen wir uns aus in dem riesigen Gebiet der Kreativität - und wo tappen wir noch im Dunkeln?
Starten Sie bei » Kreativität - was für 1 Begriff, wenn Sie neu(er) sind in diesem Feld - und gewinnen Sie einen ersten Eindruck über Mythen und Fabeln, die sich lange erhalten haben.
Oder klicken Sie sich einmal durch zu » weiteren "Wahrheiten", wenn das Erste doch schon "ein alter Hut" war - und lesen Sie eine kleine Auswahl, welche "hausgemachten" Paradigmen existieren (und die alten Mythen "nur" abgelöst haben).
Hellhörig(er) geworden? Weiter geht's:
Gönnen Sie sich einmal das Vergnügen, und ...
... screenen Sie (zumindest) die deutsche Bücherszene der absichtlichen Kreativität;
... besuchen Sie ein Kreativitätsseminar;
... surfen Sie durch das weltweite Web der Kreativität und der Kreativitätsanbieter.
Was fällt Ihnen auf
- Wenn 2 von Kreativität reden - haben Sie oft vollkommen wesensfremde Begriffe, ja sogar (Anwendungs-) Gebiete im Kopf. Was bitte ist denn Kreativität - oder noch frecher: Wer bitte sind denn die Kreativen? Ist doch klar, die Künstler sind's, die Maler, Sänger, Schauspieler, Schriftssteller. Nee nee, die aus der Werbung, die Designer. Ach quark, surfen Sie mal im deutschen Internet, da finden Sie die Antwort: die Bastler sinds, die kreativen Gestalter. Na, und was ist mit den Kindern? Und wie wäre es mit denen, die beim Wort Kreativität oft zuallererst in den Sinn kommen, Thomas Edison, Albert Einstein ... und weitere berühmte Erfinder. Und was ist mit den Innovatoren, den Ideenmanagern, ... und den ganzen Business-Problemlösern. Die Frage "Was ist Kreativität" ist häufig akademisch und mancher Alleinvertretungsanspruch wird (v)erbittert verfochten - aber nützt das der Sache? Wem auch immer Kreativität "gehört", der Psychologie, dem Management, der Kunst, der Werbung - ist das nicht "vollkommen wurscht"? Viel wichtiger sagte schon Mihaly Csikszentmihalyi, der "Kreativpapst mit dem Flow", ist doch eben die Frage "WO ist Kreativität" - und Michael Luther ergänzt gerne: "WOFÜR ist (oder brauchen Sie) Kreativität?" - weil: das wird Ihren Fokus bestimmen. Und weiter noch: "Was können wir voneinander lernen?"
- Wenn jemand (Ihnen) sagt (oder schreibt), Kreativität wäre ganz einfach zu fördern - dann spricht er oft nur über Kreativitätstechniken pur. Und nicht mehr. Ist das schon alles? Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten, Kreativität auszulösen, zu fördern, zu stimulieren? Techniken sind nichts schlechtes, ganz im Gegenteil! Nur braucht es beispielsweise bei der Einen oder dem Anderen auch so etwas wie einen "kreativen Zustand", um die Techniken entsprechend gewinnbringend nutzen zu können. Und wie genau wird der denn bitte erreicht? "Kreativität ist halt etwas individuelles, das kann man nicht verallgemeinern", "fördern Sie Ihre Intuition, seien Sie neugierig" sind gutgemeinte Rat-Schläge .... die meistens nebulös daherkommen (ist halt individuell), aber selten konkret werden. Was kann ie Frau/ der Mann auf der Strasse damit anfangen.
- Seit Jahren drehen sich Bücher, Seminare, Websites um Bewährtes ... und Altbekanntes - so gut wie nichts Neues erscheint mehr in dem "Markt". Hat Kreativität die kreative Phase bereits hinter sich? War das schon alles - leben wir wie der Leiter des Bostoner Patentamtes (!), der Ende des 19. Jahrhunderts (!!) allen Ernstes in einer Kongresseingabe forderte, das Patentamt zu schließen (!!!), "weil alles Erfindenswerte bereits erfunden sei" (!!!!). Joh!
- Die - zugegebenerweise verständlichen - Abgrenzungstendenzen mancher Kreativ-Technikapostel kann marktwirtschaftlich vielleicht noch nachvollzogen werden - der Sache der Kreativität selbst tut sie keinen Gefallen! "CPS ... nie gehört * 6 Denkhüte ... alter Hut, funktioniert selten, ist ja nur ein Rollenspiel * TRIZ ... wie bitte * 4 P's ... was ist das denn * Brainstorming ... veraltete Kamelle." Manchmal wäre 1 Blick über den Zaun (oder Tellerrand) mehr als nützlich, um Anknüpfungspunkte und Synergieeffekte zu erkennen. Zum Wohle der Kreativität, ihrer Akzeptanz und ihrer praktischen Anwendung.
- Wenn Sie einmal die Chance haben, ins Ausland zu jetten (geht ja mit mancher Airline schon für 19,-€): Schnuppern Sie doch mal in eine größere Buchhandlung hinein. Was Sie dort feststellen können, ist, dass Kreativität (oft) einen viel größeren Stellenwert einnimmt, als hierzulande - und Sie Bücher finden, die Techniken beschreiben, die hierzulande vollkommen unbekannt sind. Nie übersetzt, nie verbreitet, nie trainiert. Soviel zum Thema Globalisierung.
- Dabei ist Buchhandlung an sich schon ein nettes Stichwort. Haben Sie schon einmal Literatur zum Thema Kreativität gesucht - und wurden von der Psychologie über die Managementabteilung zurück zur Lebenshilfe geschickt ... nur um festzustellen, dass so gut wie keine Literatur dazu präsent ist? Wäre es nicht toll, wenn Sie nur nach dem Stichwort Kreativität fragen würden - vielleicht sogar nur murmeln "'s hat was mit Ideen zu tun, wie ich auf Ideen komme" - und ein roter Teppich führt Sie zu einer eigenen Abteilung ....na, oder zumindest zu einem eigenen Bücherbord.
Zusammengefasst
Diese Liste ließe sich zahlreich erweitern und ergänzen. Um viele Fragen, die am Anfang unserer Reise standen - und damit auch einem gewissen Gefühl der Unzufriedenheit.
War es das bereits? Wissen wir wirklich schon alles ... wirklich alles? Is there life in outer space - oder sind wir die Einzigen?
Zugegeben: Das war - und ist - (die) eine (oder andere) Provokation - und kann zu Widerspruch Anlass geben. Und manchmal braucht es genau so eine Provokation als Denk-Anstoß. Den Stein des Anstoßes ins Rollen bringen. Unzufriedenheit nicht als akzeptierter Zustand - sondern als auffordernder Auslöser. Um wahrzunehmen und nachzudenken, nicht zu akzeptieren und nachzufragen, aufzustehen und aktiv zu werden.
Und: um die Infrastruktur der Kreativität zu ergründen.
Wie? Wofür? Lesen Sie bitte » weiter.