"Wer weiß, wo er nicht hin möchte, sollte auch wissen, wohin er will" hat mal ein deutscher Politiker im Streit um den Atomausstieg gesagt.
Nun, wir haben ein Gefühl dafür, wovon wir weg möchten - und eine konkrete Vorstellung davon, wo die Reise hingehen soll. Und sind zugleich offen für Überraschungen, unverhoffte Ergebnisse und Seitenabstecher.
Getreu dem Gedanken: "Wer nicht mal vom Weg abkommt, wird auf der Strecke bleiben."
Und deshalb stellen wir uns einfach die Frage:
Wäre es nicht toll, wenn ...
- ... ein "Suchender" eine Karte hätte, auf der er seine aktuelle Position (bezogen auf eine bestimmte Aufgabenstellung/ Herausforderung) bestimmen könnte und zugleich auch erkennen könnte, welche Strategien und Methoden sich zweckmäßig zur Lösung nutzen ließen? Geht nicht, sagen Sie? Geht nicht gibt's nicht! Die Karte gibt's bereits - Harry Potter hat sie ... die Marauders Map. Sie muss "nur noch" in die Muggle-Sprache der kreativen Welt übersetzt werden.
- ... es darüberhinaus eine Generalkarte gäbe, auf der alle (!) in der Welt der angewandten Kreativität vorhandenen Ressourcen abgebildet und in Beziehung zueinander gesetzt wären - eine generelle, aktuelle und wirksame Orientierungshilfe? Auch das gibt's schon ... mehrfach: "Per Anhalter durch die Galaxis" und "Time Bandits" haben sie schon - und wir möchten sie haben. Eine Frage der (Raum-)Zeit.
- ... es ein Modell gäbe, dass, in Ergänzung zur Karte, die Dimensionen der Kreativität ebenso einfach nachvollziehbar wie praktisch anwendbar abbildet - und dass sowohl als Check-Tool, als Work Flow-Handlungsleitfaden wie auch als Ressourcenpool nutzbar wäre. Um systematisch, innovativ und handfest Probleme zu lösen und Ideen zu finden - noch lange vor dem Einsatz von Techniken?
- ... es ein Raster gäbe, dass alle vorhandenen Kreativtätstechniken und Methoden abbildet, in Beziehung zueinander und zu möglichen Aufgabenstellungen und Rahmenparametern setzt - geordnet nach ihrem "Atomgewicht"? Voila, ein Blick über den Zaun, der alte Mendelejew hat es vorgemacht - und auch, wenn sein Periodensystem mehr Ausnahmen als Regeln abbildet, hat er doch gezeigt: Es geht? So, let's do it again!
- ... wir nicht nur wüssten, wie sich der kreative Prozess steuern ließe (da sind wir mittlerweilen fit drin) - sondern uns genau die gleiche Eleganz auch für die systematische Entwicklung, Freisetzung und Förderung der persönlichen Kreativität (oder kreativen Persönlichkeit) zur Verfügung stünde? Wenn wir nicht nur wüssten, dass es einen "Flow" gibt, sondern auch, wie wir einen solchen Zustand auslösen, steuern, nutzen könnten? Geht nicht, werden Stimmen laut, dazu ist Kreativität viiiel zu individuell - und Begriffe/ Erscheinungen wie "Intuition" und andere erst recht. Stimmt, sagen wir ... noch. So wie es lange Zeit auch für den kreativen Prozess gestimmt hat - nur ... seit Wallas (und ungefähr 75 Jahren): Schnee von gestern ist. Genauso wie es auch eine unumstössliche Wahrheit war, dass die Erde ... eine Scheibe ist. Hat auch gestimmt. Stimmt aber nicht mehr. Und es liegt an uns, solche Wahrheiten zu überprüfen ... und zu erkennen, wo bereits neue Erkenntnisse vorliegen. Einen Blick über den Zaun unseres begrenzten Horizontes zu wagen. Um eine neue Vorstellung von, ein neues Modell der persönlichen Kreativität und kreativen Persönlichkeit zu entwickeln. Eines, was aktuell ist, was angemessen ist - und was der Frau/ dem Mann auf der Strasse hilft (fernab von unseren geliebten Kreativitätstechniken) ihre/seine (persönliche) Kreativität bewusst zu aktivieren, zu stärken und einzusetzen. Genauso wie jede persönliche Eigenschaft, die sich entwickeln, trainieren, verfeinern lässt. Let's work out creativity!
JA sagen wir, dass wäre in der Tat schön - und haben all diese Fragen in » aktuelle Projekten münden lassen.